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Diagnostik und Therapie der angeborenen Hüftdysplasie
International Interdisciplinary Consensus Meeting on the Evaluation of Developmental Dysplasia of the Hip
O’Beirne J.B. et al, European Journal of Ultrasound 2019:online
Eine angeborene Hüftdysplasie, welche nicht erkannt und korrekt behandelt wird, ist ein Risikofaktor für eine frühe Arthrose und für weitere Läsionen im Hüftgelenk beim Erwachsenen. Es ist bekannt, dass die klinische Untersuchung allein nicht genügt in der Detektion einer Hüftdysplasie beim Neugeborenen.
In diesem Konsensuspaper sind sich die internationalen Experten einig, dass eine Ultraschalluntersuchung unerlässlich ist. Hierbei sollte die Methode nach Graf und möglichst in den ersten 6 Wochen nach der Geburt angewandt werden. Das Problem ist, dass diese Methode abhängig ist vom Untersucher und von der Qualität des Gerätes. Die Kollegen publizieren in dieser Arbeit die Notwendigkeit einer standardisierten Untersuchung und vor allem einer profunden Ausbildung, damit die angeforderte Qualität gewährleistet werden kann.
Fazit:
Es ist unerlässlich, dass ein früh durchgeführter Ultraschall eines erfahrenen Untersuchers mittels Anwendung der Methode nach Graf durchgeführt wird, damit früh und korrekt behandelt werden kann, um im Erwachsenenalter Hüftgelenksprobleme und teure Eingriffe zu vermeiden.

Autor:
KD Dr. med. Giorgio Tamborrini-Schütz
Basel
Denosumab verhindert Gelenkdestruktion
bei RA
Effects of the anti-RANKL antibody denosumab on joint structural damage in patients with rheumatoid arthritis treated with conventional synthetic disease modifying antirheumatic drugs (DESIRABLE study): a randomised, double-blind, placebo-controlled phase 3 trial
Takeuchi T et al. Ann Rheum Dis 2019;78:899.
654 Patienten (218 Placebo vs. 217 Denosumab 60 mg alle 6 Monate vs. 219 Denosumab 60 mg alle 3 Monate) wurden nach 12 Monaten hinsichtlich Gelenkdestruktion (modifizierter Total-Sharp-Score) und Knochendichte (BMD) evaluiert. Die beiden Denosumab-Gruppen waren in beiden Parametern gegenüber Placebo signifikant überlegen (mTSS 1.49 vs. 0.99 (p=0.0235) vs. 0.72 (p=0.0055). Die BMD betrug 0.98 vs. 0.51 (p=0.0104) vs. 0.22 (p=0.0001). Für die Gelenkspaltweite ergaben sich jedoch keine Unterschiede. Auch die RA-Entzündungsaktivität wurde nicht beeinflusst. Hinsichtlich Nebenwirkungen und Sicherheit wurden keine wesentlichen Differenzen gefunden.
Diese Studie bestätigt die längst vermutete und in 2 Phase II-Studien belegte Wirkung des RANK-Ligand-Antikörpers auf die RA-typische gelenknahe Osteoporose und die Erosionen. Da es um Basistherapien ohne Biologika geht ist es fraglich, ob sich der Hersteller von Denosumab um eine Zulassung bemühen wird.

Autor:
KD Dr. med. Marcel Weber
Zürich
Schnell fortschreitende Kniearthrose
Accelerated knee osteoarthritis is associated with pre-radiographic
degeneration of the extensor mechanism and cruciate ligaments: data
from the Osteoarthritis Initiative
Davis J et al. BMC Musculoskeletal Disorders 2019:online
In die Studie eingeschlossen wurden Teilnehmer der Osteoarthritis Initiative ohne radiologische Zeichen einer Kniearthrose. Aufgrund des Verlaufes wurden über eine Beobachtungszeit von 48 Monaten die Patienten eingeteilt in progressive Kniearthrose (mindestens 1 Knie mit Kellgren-Lawrence >= 3; typische Arthrose: Mindestens 1 Knie zeigt fortschreitende radiologische Veränderungen; und drittens keine Arthrose: Beide Knie blieben unverändert über 48 Monate. MRI-Bilder wurden zwei Jahre vor Feststellung der Arthrose-Kriterien in Gruppe 1 und 2 angefertigt sowie in einer Konsultation danach.
Eine progressive Arthrose entwickelten Patienten mit degenerativen Kreuzbandveränderungen; zudem hatten diese Patienten häufiger degenerative Streckmechanismen (Quadrizepssehne und Patellarligament). Die degenerativen Veränderungen waren bereits mindestens zwei Jahre vor Feststellung der Arthrose vorhanden.
Fazit:
Degenerationen der Sehnen im Knie sind Ausdruck einer Knieinstabilität und führen als solche zu rasch progredienter Arthrose. In der Praxis ist es wichtig, diese Faktoren zu erkennen und frühzeitig präventive Massnahmen zu treffen (Gangschule, Bandage, muskuläre Trainingsprogramme).

Autor:
Prof. Dr. Beat A. Michel
Zürich