Die 70-jährige Patientin konnte in der Frühphase ihrer rheumatoiden Arthritis noch nicht von den neueren Therapien profitieren und wurde damals mit Gold und später MTX behandelt. Sie litt an persistierenden Entzündungsherden, vor allem auch an Tenosynovitiden der Hände.

Eines Tages konnte sie nun die Langfinger nicht mehr strecken (Bild).

Was liegt hier vor?

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Auflösung

Mit den heutigen Therapeutika wie Biologics sehen wir solche Komplikationen bei rheumatoider Arthritis kaum mehr. Aber die Konsequenzen können als Spätfolge der früheren starken Entzündungen noch immer auftreten. Hier handelt es sich um Rupturen der Strecksehnen (Sehnen des M. extensor digitorum, welcher die Finger 2–5 versorgt).

Dass der Zeigefinger immer noch gestreckt werden kann, vedankt dieser der noch intakten Sehne des M. extensor indicis, einem tiefer liegenden Extensor.

Bei einer Läsion des N. interosseus posterior könnten alle Finger nicht mehr gestreckt werden; bei einer Läsion des N. ulnaris würde der Ausfall die Fingerflexoren und Fingerspreizer betreffen.

Somit trifft Antwort A zu.