Die 86-jährige Patientin hat seit vielen Jahren rezidivierende Handgelenkschwellungen beidseits mit starken Schmerzen im Schub. Bisher haben Medikamente kaum geholfen, nur intraartikuläre Steroidinjektionen halfen im Schub recht gut. Was sagt uns das Röntgenbild (Bild)?

Diagnose?
Auflösung
Das Handgelenk ist völlig zerstört mit Zusammensinterung der Handwurzelknochen. Sekundärarthrotische Veränderungen sind offensichtlich, es handelt sich um einen bereits länger dauernden Prozess. Um alle Knochen des Handgelenks wie auch weniger ausgeprägt entlang der Metacarpalia sowie im Bereich der MCP-Gelenke finden sich röntgendichte Verkalkungen. Dies ist das typische Bild einer (selten so schweren) ausgeprägten Kristallarthropathie, hier einer Calciumpyrophosphat-Arthropathie. Diese verläuft oft in Schüben und spricht in der Regel kaum auf übliche DMARDs an. Steroide tiefdosiert bei leichteren Fällen oder, wie in diesem Fall, intraartikuläre Steroidinjektionen helfen meist für eine gewisse Zeit. Colchizin kann ebenfalls versucht werden.
Bei solch destruierenden Gelenksschäden finden sich meist auch Hydroxylapatit.Kristalle, welche aggressive Auswirkungen haben können (ähnlich der sog. Milwaukee-Schulter).
