Beim 34-jährigen Patienten wurde vor Monaten die Diagnose einer Arthritis gestellt. Er hatte zu Beginn Fieber und fühlte sich schlecht bei gleichzeitigen Magen-Darmbeschwerden. Wenige Wochen später entwickelte sich eine starke Arthritis in einem Knie, einem Sprunggelenk und schliesslich auch in den Finger-Handgelenken. Zugleich trat eine Balanitis, ein Keratoderma blennorrhagicum sowie eine beidseitige Konjunktivitis (Bild) auf. Er wurde mit NSAR behandelt, worunter sich die Arthritis verschlimmerte mit Entwicklung starker struktureller Veränderungen (Bild 2).

Welche Aussage ist falsch?
Auflösung
Die Behandlung der reaktiven Arthritis umfasst in einer ersten Phase NSAR, allenfalls kurzfristig Kortikosteroide (auch intraartikulär), in zweiter Linie bei Persistenz eine Basistherapie mit Sulfasalazin oder Methotrexat. Erst in einer Spätphase (Chronifizierung) werden Biologics, meist TNF-Blocker, eingesetzt.
Die falsche Aussage betrifft daher Antwort C. Alle anderen Antworten treffen zu.
Ein Befall der Hände ist eine Rarität, insbesondere Deformationen wie bei unserem Patienten. Er zeigte das Vollbild einer chronischen reaktiven Arthritis (früher auch M. Reiter genannt).
