Der 48-jährige Patient leidet schon ein paar Jahre an einer Arthritis mit stark wechselnder Aktivität.
Der Radiologe zeigt uns das Röntgenbild der Hände (Bild) mit der Frage, was wohl die Diagnose sein könnte.

Auf welche Diagnose würden Sie tippen?

Auflösung anzeigen

Auflösung

Auffällig sind die Mittelphalangen der Mittelfinger beidseits, welche eine stark erhöhte Knochendichte zeigen. Aber auch die proximalen Phalangen der Mittelfinger sowie die Phalangen von Zeigfinger rechts und Dig. IV links erscheinen dichter zu sein. Die PIP-Gelenke der Mittelfinger sind nicht klar abgrenzbar, hier haben sich bereits Ankylosen ausgebildet; zudem finden sich besonders am PIP III rechts proliferative und erosive Veränderungen gleichzeitig. Weniger ausgeprägt sind die verschmälerten Gelenkspalten der Handwurzel beidseits.

All diese Veränderungen sprechen für eine Psoriasis-Arthritis; besonders typisch dabei sind die sehr dichten Phalangen sowie das Nebeneinander von erosiven und proliferativen Veränderungen.

Eine RA führt nicht zu vermehrter Knochendichte (eher Osteopenie) und keinen proliferativen Veränderungen, ebenso nicht eine systemische Sklerose. Für eine Osteopetrose fehlen Anhaltspunkte von Frakturen und die Gelenke wären nicht direkt betroffen.