Der 75-jährige Patient klagt über Schmerzen beim Gehen, zunehmend nach 30 Minuten, beim längeren Stehen sowie auch beim Liegen auf dem Rücken. Beim Bergabgehen verspürt er zudem eine Schwäche im linken Knie bei Schmerzen im linken Oberschenkel. In der Stadt fährt er immer noch mit dem Velo ohne Probleme.
Welche Abklärung ist hier am ehesten angezeigt?
Auflösung
Die Kombination der Symptome in Extensionshaltung der LWS (Schmerzen zunehmend im Gehen, besonders bergab, im Stehen sowie in gestreckter Rückenlage) bei gleichzeitiger Beschwerdefreiheit in Kyphosestellung (Velofahren) ist fast pathognomonisch für einen engen Spinalkanal. Klinisch konnten die Symptome bei Reklination lumbal reproduziert werden, nach kurzer Zeit trat zudem eine Unsicherheit mit pathologischem Trendelenburgzeichen auf.
Die Abklärung der Wahl in dieser Situation ist ein lumbales MRI (alternativ auch CT). Dieses zeigte einen eindrücklich verengten Spinalkanal auf Höhe L3/4 (Bild), was auch die Lokalisation der Ausstrahlung mit Schwäche im Knie erklärt (MRI: Spinalkanalstenose mit Anterolisthesis L3/4, starke Facettengelenkarthrose L3/4, rezessale Kompression der L4-Wurzel beidseits sowie foraminale Kompression der L3-Wurzel beidseits).

