FOCUS «Kinderorthopädie»

Nach der Ellbogenthematik folgt nun ein ganz anderes Thema, welches wir als Rheumatologen und auch Internisten oft nur am Rande kennen:
die Kinderorthopädie. Diese Rubrik wird koordiniert durch Dr. med. Rafael Velasco, Chefarzt der Kinder- und Jugendorthopädie an der Schulthess-Klinik in Zürich; ganz herzlichen Dank für die Übernahme dieser aufwändigen Aufgabe.

Themen

FOCUS «Kinderrheumatologie»

Das Focusthema «Kinderrheumatologie» greift wichtige diagnostische und therapeutische Fragestellungen in der Praxis auf.
Die ausführliche fallorientierte Darstellung vermittelt wichtige Einblicke ins jeweilige Thema.

Themen

  • Aktuelle Therapie der Juvenilen Idiopathischen Arthritis (JIA)
  • Uvéites de l’enfant à l’adulte
  • Impfungen in der pädiatrischen Rheumatologie
  • Die Enthesitis-assoziierte juvenile Arthritis EAA
  • Juvenile Psoriasis-Arthritis

Die Behandlung der Rhizarthrose ist differenzierter geworden

Schmerzen im Bereich der Basis des Daumens ist ein häufiger Konsultationsgrund. Die Hauptursache ist in der Regel eine Rhizarthrose. Die vorwiegend weiblichen Patienten weisen oft eine relativ lange Geschichte von zyklisch wiederkehrenden belastungsabhängigen Beschwerden bei Einsatz des Daumens auf.
Eine Ursache der Rhizarthrose ist nicht sicher bekannt. Das Daumensattelgelenk weist eine ganz spezifi sche Gelenksform auf. Es ist diese Form, die eine komplexe Bewegung wie die Opposition möglich macht. Ein ausgeklügelter Bandapparat stabilisiert dabei die Bewegung und sichert eine möglichst gleichförmige Verteilung der Kräfte auf die Gelenkfl äche. Biomechanische Versuche haben gezeigt, dass bei einem Schlüsselgriff des Daumens zum Zeigfi nger bis zu 18-fache Kräfte proportional im Sattelgelenk entstehen. Da die Bandführung des Gelenkes im Alter laxer wird und bei Frauen oft schon eine grössere Bandlaxität besteht, kann es, vielfach von der Menopause gefördert, zu einer zunehmenden Fehlstellung des Gelenkes kommen.
Mit zunehmender Subluxation des Gelenkes nach dorso-radial wird diese fi xiert und kompensatorisch kommt es zu einer Hyperextension des angrenzenden Daumengrundgelenkes (Abbildung 1).
Oft findet sich auch eine genetische Disposition im Rahmen einer Polyarthrose.

Abb. 1: Typische Spätdeformität bei Rhizarthrose. Das Daumensattelgelen luxiert dorso-radial. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer Adduktionskontraktur des Daumens und kompensatorisch zu einer Hyperextension des Daumengrundgelenkes.

Gesichert wird die klinische Vermutungs-Diagnose radiologisch. Bevorzugt werden dabei folgende Röntgenaufnahmen durchgeführt: Handgelenk pa; Daumensattelgelenk ap/seitlich. Wir empfehlen die Aufnahmen jeweils beidseits anzufertigen, da die Rhizarthrose oft bilateral ist. Die Arthrose wird dabei in Stadien klassiert. In verschiedenen Studien konnte allerdings aufgezeigt werden, dass das radiologische Arthrosestadium schlecht mit den Beschwerden des Patienten kor reliert. Wichtiger ist die Unterscheidung zwischen einer isolierten Rhizarthrose und einer peritrapezoidalen Arthrose, bei der das angrenzende Scapho-trapezio-trapezoidal (STT) Gelenk mitbetroffen ist (Abbildung 2a und b).

Abb. 2a: Radiologisch isolierte Rhizarthrose
Abb. 2b: Peri-trapezoidal Arthrose mit Knorpelzerstörung sowohl im Sattelgelenk wie auch im STT Gelenk.

Die Behandlung der Rhizarthrose ist in den letzten Jahren deutlich differenzierter geworden.
Die Behandlungsmöglichkeiten ergeben sich durch:
A) das Beschwerdeausmass
B) das Stadium und die Form der Erkrankung
C) die Bedürfnissen des Patienten
Im Folgenden sollen diese Punkte einzeln beleuchtet werden.

FOCUS «Die Hand»

Nach der Rubrik «Der Fuss» folgt das nicht minder praxisrelevante Thema «Die Hand». In sechs aufeinanderfolgenden Beiträgen werden Sie in häufige Alltagsprobleme rund um die Hand eingeführt.
Die Koordination und Ausgestaltung hat verdankenswerter Weise Dr. med. Daniel Herren, Chefarzt an der Schulthess Klinik, übernommen.

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